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Vereinbarkeit von Pflegeberuf und Familie ermöglichen

Veranstaltungsrückblick

In Kooperation mit Curaviva Basel-Stadt führte die Familienfreundliche Wirtschaftsregion Basel am 27. Februar 2019 eine Veranstaltung zum Thema Fachkräftemangel und familienfreundliche Arbeitsbedingungen in der stationären Langzeitpflege durch.

Im Rahmen eines World Cafés zeigten Maria Sonderegger, Leiterin Pflegedienst und stv. Geschäftsführerin des Pflegezentrum Brunnmatt, Thomas Rohrer, Geschäftsleiter des Alterszentrum am Buechberg, und André Müller, CEO des KZU Kompetenzzentrum Pflege und Gesundheit, auf, mit welchen Massnahmen ihre Betriebe die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern und damit dem Fachkräftemangel entgegen wirken. Denn ein Grund dafür, dass überdurchschnittlich viele Fachpersonen frühzeitig aus der Branche aussteigen, sind die Arbeitsbedingungen. Wer Pflegeberuf und Familie unter einen Hut bringen will, steht vor grossen Herausforderungen: unregelmässige Arbeitszeiten, Nachtdienst und Pikett machen die stationäre Langzeitpflege für Frauen und Männer mit familiären Verpflichtungen nicht besonders attraktiv.

Der Austausch der rund 50 teilnehmenden Heimleitenden, Pflegedienstleitenden, HR-Fachpersonen und interessierten Mitarbeitenden von Alters- und Pflegeinstitutionen in der Aula des Bethesda Spital Basel machte deutlich, dass Familienfreundlichkeit ein echter Gewinn für alle sein kann: Während die Mitarbeitenden dank Massnahmen wie flexiblen Arbeitszeiten und Dienstplänen, Jobsharing oder internen Kindertagesstätten familiäre Aufgaben besser mit ihren beruflichen Verpflichtungen vereinbaren können, profitieren die Unternehmen von motivierten Mitarbeitenden und deutlich sinkender Personalfluktuation. Die Investition in familienfreundliche Arbeitsbedingungen lohnt sich aber nicht nur deshalb, sondern ist auch ein wertvoller Wettbewerbsvorteil für die Gewinnung von kompetentem Fachpersonal. Wichtig für die erfolgreiche Umsetzung von Massnahmen ist, dass die familienfreundliche Kultur von Mitarbeitenden und Vorgesetzten getragen wird und beiderseits eine gewisse Offenheit und Flexibilität vorhanden ist.

Im Anschluss an die Veranstaltung bot ein Apéro Gelegenheit zum weiteren Erfahrungsaustausch und zur Vernetzung. Moderiert wurde der Anlass von Fabian Leuthold, Projektleiter der Fachstelle UND, die sich für eine familienfreundliche und soziale Unternehmenskultur einsetzt.

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Foto: František Matouš
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Betreuung von betagten Menschen: eine Herausforderung für Erwerbstätige?

Veranstaltungsrückblick

Der regionale Think Tank metrobasel stellte am 5. November 2018 im Universitätsspital Basel seine aktuelle Studie «Aging – Betreuung» zur Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Betagtenbetreuung vor. Rund 80 Interessierte fanden sich im kleinen Hörsaal des Zentrums für Lehre und Forschung ein.

Nachdem Prof. Dr. Pasqualina Perrig-Chiello in ihrem Einführungsreferat auf den demografischen Wandel und dessen Einfluss auf Betreuungsarbeit einging, präsentierte Regula Ruetz, Direktorin von metrobasel, die zentralsten Ergebnisse und Handelsempfehlungen der Studie. Vertreterinnen und Vertreter aus Forschung, Medizin und Verwaltung nahmen anschliessend Stellung zu den Resultaten. Es diskutierten: Dr. Lukas Engelberger (Regierungsrat und Vorsteher des Gesundheitsdepartements BS), Gabriele Marty (Leiterin Abteilung Alter der Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion Baselland), Prof. Dr. Pasqualina Perrig-Chiello (Universität Bern), Leila Straumann (Leiterin Abteilung Gleichstellung von Frauen und Männern des Kantons Basel-Stadt), Prof. Dr. med. Reto W. Kressig (Klinische Professur für Geriatrie an der Universität Basel) und Prof. Dr. Jonathan Bennett (Berner Fachhochschule). Moderiert wurde das Gespräch von Raymond Dettwiler (Dozent für Marketing an der Hochschule für Wirtschaft FHNW).

Ein anschliessender Apéro bot die Gelegenheit zum weiteren Austausch.

Die Veranstaltung wurde von metrobasel in Kooperation mit der Familienfreundlichen Wirtschaftsregion Basel durchgeführt.

Download: metrobasel-Studie «Aging – Betreuung»